Vortrag von François Lauprêtre: "Le nucléaire et après? Die Herausforderung der Abfälle".
Herr François Lauprêtre ist Ingénieur Arts et Métiers und Leiter des Geschäftsbereichs Energie der Ingérop-Gruppe.
Die durch wissenschaftliche Daten bestätigte globale Erwärmung liegt bereits bei über +1,5°C im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter und führt zu extremen Ereignissen und dem Verlust der Artenvielfalt. Die Dekarbonisierung der Energieversorgung, insbesondere durch eine verstärkte Elektrifizierung, ist von entscheidender Bedeutung, um die Produktion von Treibhausgasen zu...
Herr François Lauprêtre ist Ingénieur Arts et Métiers und Leiter des Geschäftsbereichs Energie der Ingérop-Gruppe.
Die durch wissenschaftliche Daten bestätigte globale Erwärmung liegt bereits bei über +1,5°C im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter und führt zu extremen Ereignissen und dem Verlust der Artenvielfalt. Die Dekarbonisierung der Energieversorgung, insbesondere durch eine verstärkte Elektrifizierung, ist von entscheidender Bedeutung, um die Produktion von Treibhausgasen zu begrenzen. Um dies zu erreichen, plant Frankreich sowohl eine Optimierung unseres Gesamtverbrauchs als auch einen Anstieg des Stromverbrauchs um 40-50 % bis 2035, was den Bedarf an dekarbonisierten Energien noch verstärkt.
Trotz einer besseren Akzeptanz der Kernenergie in der Öffentlichkeit ist der Abfall immer noch der am meisten kritisierte Punkt. Daher ist es wichtig, einen detaillierten Einblick in die Art und Weise zu geben, wie sie in Frankreich gehandhabt werden. Zunächst einmal hat sich Frankreich dafür entschieden, seine abgebrannten Brennstoffe zu recyceln, um ihre Schädlichkeit zu verringern und die Menge der produzierten hochaktiven Abfälle zu begrenzen.
Der Großteil der Abfälle (90 % des Volumens) ist schwach radioaktiv und wird oberirdisch in verschiedenen, bereits in Betrieb befindlichen Anlagen gelagert, die von der Andra betrieben werden. Die schädlichsten Abfälle (langlebige mittelaktive und hochaktive Abfälle), in denen mehr als 99 % der Radioaktivität konzentriert sind, werden derzeit in von den Produzenten betriebenen Anlagen sicher gelagert. Später sollen sie in der Anlage Cigéo in Bure in tiefen geologischen Schichten gelagert werden.
Schließlich sollen die Reaktoren der Generation IV, insbesondere die schnellen Neutronenreaktoren, die Produktion von Abfällen verringern und deren Schädlichkeit reduzieren. Frankreich begleitet aufgrund seiner Erfahrung die Entwicklung dieser Technologien für eine Schließung des Brennstoffkreislaufs.
Kostenloser und für alle offener Vortrag im Konferenzsaal der Académie François Bourdon am Donnerstag, den 10. September um 18.30 Uhr.